
Was wirklich los ist. In 21 Tagen auf dem Tisch.
Für Feuerwehren und Blaulichtorganisationen: Die ganze Mannschaft einbeziehen
Was Ihre Mannschaft weiss, kommt auf dem Dienstweg selten ganz oben an.
Stand: Oktober 2026
Kurz erklärt: Der Führungsdialog von BrainE4 ist eine anonyme, digitale Mitwirkung für Einsatzorganisationen wie Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Zivilschutz. Während 21 Tagen schreiben Einsatzkräfte und Kader eigene Vorschläge und vergleichen die Beiträge der anderen paarweise, im sogenannten Ideenduell. Daraus entsteht eine gewichtete Rangfolge: was nötig ist, was wünschbar und was überflüssig. Entwickelt wurde die Methode mit der OST und der ZHAW, eingesetzt in 60+ Organisationen.
Wie beziehen wir alle Feuerwehrleute in eine Beschaffung oder ein neues Konzept ein?
Mit einem Führungsdialog, an dem alle gleichzeitig teilnehmen, am Smartphone und ohne Termin. Berufs- und Milizangehörige reden gleichberechtigt mit, auch die kleinen Korps, die sonst niemand fragt. Zehn Minuten pro Person reichen, verteilt über drei Wochen. Kein Einrücken.
GVZ Gebäudeversicherung Kanton Zürich: Rund 15 Pionierfahrzeuge mussten nach 25 Jahren ersetzt werden. Statt einer Stichprobe lud die GVZ alle 6'800 Feuerwehrleute des Kantons ein. 1'635 machten mit. Sie brachten 682 Ideen und Argumente ein und führten 104'488 Ideenduelle, weit mehr, als Renato Mathys erwartet hatte: Er war von etwa 10 Prozent Beteiligung ausgegangen. Interview mit Renato Mathys lesen
«Dieses Engagement übertraf meine Erwartungen bei Weitem.» Renato Mathys, Leiter Abteilung Feuerwehr, GVZ
Machen Milizangehörige bei einem Online-Dialog überhaupt mit?
Ja. Bei der Solothurnischen Gebäudeversicherung beteiligten sich 34 Prozent der eingeladenen Feuerwehrkader. Entscheidend ist die Einladung. Wir schreiben sie so, dass klar ist, worum es konkret geht, und erinnern zur richtigen Zeit.
Solothurnische Gebäudeversicherung (SGV): Zur Revision der Kommandoakten wurden rund 600 Kommandanten, Offiziere und Fachleute eingeladen. 205 machten mit, brachten 152 Ideen ein und trafen im Schnitt 113 Entscheidungen pro Person. Über 90 Prozent brachten mehr als zehn Jahre Diensterfahrung mit. Nach einer gezielten Erinnerung zog die Beteiligung mitten in den Sommerferien nochmals deutlich an. Interview mit Markus Grenacher lesen
«Ein Drittel Beteiligung ist im Milizsystem eine ausgezeichnete Quote.» Markus Grenacher, Feuerwehrinspektor, SGV
Was bringt ein Führungsdialog gegenüber einer Vernehmlassung oder einem Workshop?
In der Vernehmlassung reagieren wenige auf einen fertigen Text. Im Führungsdialog bringen alle eigene Themen ein und gewichten sie. Das macht einen grossen Unterschied. Sie sehen auch, woran Sie selbst nicht gedacht haben.
Vernehmlassung: Stellungnahmen zu einem vorliegenden Entwurf, oft nur von den grössten Korps.
Workshop und Rapport: Tiefe, aber nur mit den Anwesenden. Wer laut ist, prägt das Ergebnis.
Umfrage: Viele machen mit, aber nur mit vorgegebenen Antworten.
Führungsdialog von BrainE4: Alle schreiben anonym eigene Vorschläge und vergleichen sie paarweise. Das Ergebnis ist eine gewichtete Rangfolge, auch nach Korps, Region oder Funktion.
«Der grosse Unterschied zur klassischen Vernehmlassung ist die Ausgangslage: Dort reagiert man nur auf einen vorliegenden Text. Hier konnten die Leute eigene Themen einbringen, von denen einige sehr hoch priorisiert wurden.» Rolf Vogt, Leiter Beschaffungswesen, SGV
«Ein klassischer Workshop bringt das nicht, dort hört man vor allem die lautesten Stimmen und die leisen Stimmen gehen unter.» Markus Grenacher, Feuerwehrinspektor, SGV
Wie verhindern wir, dass nur die grossen Korps gehört werden?
Alle nehmen am selben Dialog teil, und die Ergebnisse lassen sich nach Gruppen getrennt auswerten. Sie sehen, was jede Gruppe priorisiert und wo alle gleich denken. Die Zahl der Urteile pro Person ist begrenzt. Lautstärke bringt nichts.
GVZ Gebäudeversicherung Kanton Zürich: Orts-, Stützpunkt- und Berufsfeuerwehren erhielten eigene Fragen, im selben Dialog.
«So wusste ich, was jede Gruppe priorisiert, aber auch, welche Lösungen gruppenübergreifend konsensfähig sind.» Renato Mathys, GVZ
Solothurnische Gebäudeversicherung (SGV): Die Sorge, kleine Feuerwehren könnten benachteiligt werden, hat sich klar entkräftet. Die kleinen Korps lehnten Sonderregeln für die grossen selbst ab.
«Alle wollen dieselben fairen Regeln.» Markus Grenacher, SGV
Untergräbt ein Dialog nicht die Befehlskette?
Nein. Befehle laufen weiter über die Kette. BrainE4 liefert die Rangfolge. Was davon umgesetzt wird, entscheidet allein das Kommando.
«Wir hören zu, tragen aber weiterhin die Verantwortung.» Markus Grenacher, SGV
Wie geht man mit Skepsis in der Mannschaft um?
Mit Resultaten. Wer sieht, dass die eigenen Vorschläge oben landen, ist schnell überzeugt. Hilfreich ist, die Ergebnisse an Rapporten persönlich zu zeigen.
GVZ Gebäudeversicherung Kanton Zürich: Zu Beginn waren einige Feuerwehrleute skeptisch.
«Doch heute mit den Resultaten in Händen und dem offensichtlich praktischen Nutzen ist die Akzeptanz eine andere.» Renato Mathys, GVZ
Solothurnische Gebäudeversicherung (SGV): An vier Regionenrapporten mit 75 Kommandanten gab es bis hin zu einem spontanen «Chapeau, danke, dass ihr uns mitgenommen habt».

Was wirklich los ist. In 21 Tagen auf dem Tisch.
Wie schnell liegen die Ergebnisse vor?
Am Tag nach dem Abschluss. Sie lesen während der drei Wochen live mit. Danach erhalten Sie einen Bericht mit Auswertung nach Korps, Region oder Funktion, einen One-Pager fürs Kommando und die Rückmeldung an die Mannschaft.
Solothurnische Gebäudeversicherung (SGV): Der Dialog schloss am 4. September. Am 5. September lag der Bericht publikationsfähig vor, rechtzeitig für die Regionenrapporte.
«Am Tag, als der Dialog fertig war, hatte ich schon das Ergebnis, statt monatelang auf eine Auswertung zu warten.» Markus Grenacher, SGV
Wie viel Aufwand hat das Inspektorat oder Kommando?
Drei Stunden im Strategie-Workshop und eine Freigabe der Kommunikation. Mehr nicht. Innert 48 Stunden ist der Dialog startklar. Die Einladung schreiben wir, Sie verschicken sie über Ihre Kanäle. Moderation, Auswertung und Bericht übernehmen wir. Die SGV war im Workshop schon nach einer Stunde und fünfzig Minuten fertig.
«Ich war positiv überrascht, wie wenig Zeit wir investieren mussten, bis das Projekt lief.» Rolf Vogt, SGV
Was passiert mit harter Kritik?
Beleidigungen bleiben draussen. Unbequeme Punkte müssen sich im Duell behaupten. Steht ein kritischer Beitrag trotzdem weit oben, sehen es viele so. Dann ist es besser, Sie wissen es.
«Und selbst wenn einmal eine kritische Rückmeldung dabei ist: Genau dafür fragt man ja. Wer zuhört, bekommt am Ende ein besseres Regelwerk.» Markus Grenacher, SGV
Bleiben die Ergebnisse intern?
Ja. Während des Dialogs wird nichts öffentlich. Die Ergebnisse liegen zuerst bei Ihnen, und was Sie davon kommunizieren, wann und an wen, entscheiden allein Sie und Ihr Kommando.
Eignet sich der Führungsdialog auch für Polizei und Rettungsdienst?
Ja. Die Methode ist dieselbe, nur die Fragen ändern sich. Typische Themen sind Schichtmodelle, Belastung, Ausrüstung, Reorganisationen und Personalgewinnung. Unsere Referenzen bei Einsatzorganisationen stammen bisher aus der Feuerwehr. In 60+ Organisationen in Wirtschaft, Verbänden und Verwaltung hat sich das Vorgehen bewährt.
Was passiert, wenn der Dialog nichts Neues zeigt?
Dann stellt BrainE4 für den Dialog keine Rechnung. Im Strategie-Workshop nennen Sie pro Frage sechs Annahmen. Wir mischen sie verdeckt unter die Beiträge. Sind am Ende im Schnitt weniger als fünf der zehn stärksten Beiträge neu für Sie, kostet der Dialog nichts. Der Strategie-Workshop ist davon ausgenommen.
GVZ Gebäudeversicherung Kanton Zürich: Pro Frage brachte die GVZ fünf bis sechs eigene Lösungsansätze ein. Viele Ideen aus der Mannschaft landeten weiter vorne, darunter unerwartete Vorschläge zur Zahl der Kräne auf den neuen Fahrzeugen.
«Wenn wir im Büro etwas entwickeln, muss das nicht immer die optimale Lösung sein.» Renato Mathys, GVZ
Typische Themen:
Feuerwehrkonzepte · Kommandoakten und Reglemente · Fahrzeug- und Materialbeschaffung · Ausbildung · Reorganisation · Schichtmodelle · Personalgewinnung im Milizsystem
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Selbst ausprobieren: Ein Ideenduell aus Sicht der Einsatzkräfte. Ideenduell selbst erleben
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