FAQ zum anonymen Stakeholder-Dialog
Über BrainE4
Ablauf und Aufwand
Kosten und Erkenntnisgarantie
Belastbarkeit der Daten
Anonymität, Datenschutz und Sicherheit
Anwendungsfelder
Repräsentativität
Über BrainE4
Was ist BrainE4?
BrainE4 ist eine Beratung mit eigenem Instrument. BrainE4 übernimmt die Arbeit von der Frage bis zur Entscheidungsgrundlage: Wie eine klassische Beratung führt BrainE4 Gespräche und wertet sie aus, nur tausend gleichzeitig und digital. Sie erwerben keine Lizenz und richten nichts ein.
Was ist BrainE4 in einem Satz?
In drei Wochen wissen Sie, was alle Betroffenen wirklich denken, und Sie investieren dafür drei Stunden.
Wie funktioniert das Ideenduell?
Ein Wettbewerb der Ideen und Argumente, und alle sitzen in der Jury. Am Ende entscheiden Sie. Wer mitmacht, bringt anonym eigene Ideen, Argumente oder Erfahrungen ein und beurteilt die der anderen, immer zwei Beiträge nebeneinander: Welcher ist wichtiger? Aus vielen tausend solchen Urteilen entsteht eine Rangfolge. Es zählt nicht, wer etwas sagt, sondern was überzeugt.
Wofür steht der Name?
Brain steht für das Wissen, das in Ihrer Organisation oder in der Bevölkerung bereits vorhanden ist. E steht für Engagement, weil das Format Menschen erreicht, die an einer Umfrage nicht teilnehmen. Und 4 steht für die vier Welten, in denen Entscheidungen fallen: Führung, Kultur, Markt und Gesellschaft. Daraus entstehen fünf Dialoge.
Was liefert BrainE4 am Ende?
Prioritäten, Konsens, eine Entscheidungsmatrix, blinde Flecken, Segmentanalysen und einen umfassenden Bericht für Geschäftsleitung, Gremium oder Öffentlichkeit. Dazu einen Ergebnisbericht pro Frage, einen One-Pager und die fertige Rückkommunikation an Ihre Stakeholder. Die Ergebnisse werden präsentiert, nicht nur zugestellt.
Wer steht hinter BrainE4?
Die BrainE4 International AG mit Sitz in Cham (ZG). Gründer und CEO ist Andreas Seonbuchner, zuvor Managing Partner einer Digitalagentur mit 550 Mitarbeitenden an sechs Standorten in drei Ländern. Im Team und im Beirat arbeiten Fachleute aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft.
Wie ist BrainE4 entstanden?
Aus einer Lücke. In der Geschäftsleitung einer Digitalagentur wurde eine Mitarbeiterbefragung beauftragt. Am Ende standen schöne Balkendiagramme und dieselbe Frage wie vorher: «Und jetzt?» Was wirklich los war, erfuhr man erst von einer Person, die mit einem Notizblock durchs Haus geschickt wurde und zuhörte. Sie hörte, was kein Ankreuzfeld je erfasst hat. BrainE4 macht dieses Zuhören skalierbar.
Wer hat schon mit BrainE4 gearbeitet?
Über 60 Organisationen, darunter NAGRA, Denner, SOCAR, Medartis, Loterie Romande, GVZ Gebäudeversicherung Kanton Zürich, Aveniq, EXPERTsuisse, 20 Minuten, die Stadt Bern, die Gemeinde Schwyz, Aesch ZH, Besenbüren AG, die Regionalkonferenz Nördlich Lägern und die FDP Zug. Interviews mit den Verantwortlichen finden Sie unter Referenzen.
Was haben wir unter Kontrolle?
Fast alles, nur nicht die Antworten. Im Workshop legen Sie fest, was gefragt wird, und Sie lesen live mit. Themenfremdes bleibt draussen. Die Ergebnisse gehen zuerst an Sie, und Sie entscheiden, was Sie wann kommunizieren und was Sie umsetzen.
Wie läuft ein Dialog ab?
In fünf Schritten: Strategie-Workshop, Setup und Einladung, der Dialog, das Ergebnis, die Rückkommunikation. Sie liefern den Kontext, BrainE4 das Konzept. Innerhalb von 48 Stunden ist der Dialograum startklar. Danach übernimmt BrainE4 Moderation, Auswertung und Bericht.
Wie lange dauert ein Dialog?
21 Tage. In dieser Zeit bringen Ihre Stakeholder anonym Ideen und Argumente ein und bewerten sie gegenseitig. Danach halten Sie belastbare Prioritäten in den Händen, zusammen mit neuen Ideen und Argumenten, priorisiert von den Teilnehmenden selbst.
Wie viel Aufwand ist das für uns?
Drei Stunden und eine Freigabe. Drei Stunden im Workshop, eine Freigabe der Kommunikation. Moderation, Auswertung und Bericht übernimmt BrainE4. Sie erhalten alle Beiträge, geordnet: Was die meisten für wichtig halten, steht oben.
Wie schnell kann ein Dialog starten?
Innerhalb von 48 Stunden nach dem Workshop. BrainE4 setzt alles auf: Technik, Einladungstexte, Design, mit Ihrem Logo. Sie teilen einen Link, Ihre Stakeholder klicken, der Dialog beginnt. Es gibt kein IT-Projekt.
Was passiert im Strategie-Workshop?
Vorab analysiert BrainE4 Ihre Situation und erarbeitet ein fertiges Konzept für Fragen, Hypothesen, Stakeholderkreis und Teilnahmekanal. Im Workshop wird das Konzept gemeinsam geschärft und die sechs Annahmen pro Frage werden festgehalten, die der Dialog prüfen soll. Danach entscheiden Sie, ob ein Pilotdialog oder ein Dialogmandat folgt. Das Konzept gehört Ihnen, auch dann, wenn kein Dialog folgt.
Wer entwickelt die Fragen?
BrainE4. Grosse Dialoge brauchen die richtigen Fragen: offene Fragen und die zu prüfenden Hypothesen. Sie liefern Situation, Ziele, Stakeholder und Annahmen, BrainE4 macht daraus das Konzept, die Leitfragen und die Kommunikation.
Wer moderiert den Dialog?
BrainE4, täglich, drei Wochen lang, ohne Arbeit für Sie. Jeder neue Beitrag wird geprüft, damit der Dialog sachlich und sicher bleibt.
Sehen Sie während des Dialogs, was passiert?
Ja. Sie verfolgen live mit und sehen täglich, welche Themen dominieren. Arbeit entsteht Ihnen dadurch keine.
Wie viel Zeit brauchen die Teilnehmenden?
Zehn Minuten über die Laufzeit, anonym und zu jeder Tageszeit. Es gibt keine Termine und keine Anwesenheitspflicht.
Was passiert nach dem Dialog?
Sie erhalten eine fertige Kommunikation für Ihre Stakeholder, transparent und nachvollziehbar. Die Rückmeldung zeigt: «Sie haben zugehört.» Ein Musterbericht eines Bürgerdialogs ist öffentlich einsehbar.
Müssen wir umsetzen, was oben steht?
Sie erhalten eine Rangfolge, keinen Auftrag. Was Sie umsetzen, entscheiden Sie. Die Teilnehmenden wissen von Anfang an, dass ihr Urteil eine Entscheidungsgrundlage ist und kein Versprechen.
Weckt der Dialog nicht Erwartungen?
Erwartungen gibt es ohnehin. Der Dialog zeigt, welche viele teilen. Erwartungen, die niemand kennt, kann niemand beantworten. Nach dem Dialog wissen Sie, was vielen wichtig ist und was nur wenigen. Die Rückmeldung an die Teilnehmenden schreibt BrainE4 versandfertig, Sie geben sie frei.
Was ist die Erkenntnisgarantie?
Sie setzen den Massstab selbst, bevor es losgeht. Im Strategie-Workshop halten Sie pro Frage sechs Annahmen fest. BrainE4 speist sie anonym ein, ununterscheidbar von den Beiträgen Ihrer Stakeholder. Am Ende steht eine vollständige Rangfolge, oft mehrere hundert Ideen und Argumente. Gemessen wird gegen die Top 10. Dort garantiert BrainE4 Ihnen mindestens fünf Themen, die nicht auf Ihrem Radar waren, im Durchschnitt über alle Fragen. Wird das nicht erreicht, stellt BrainE4 für den Dialog keine Rechnung. Ausgenommen ist der Strategie-Workshop, dessen Konzept Ihnen ohnehin gehört. Die vollständige Auswertung behalten Sie in jedem Fall.
Warum kann BrainE4 das garantieren?
Weil die Erfahrung trägt. In 60+ Organisationen kannten die Auftraggeber im Schnitt acht der zehn stärksten Beiträge nicht. Kaum eine Beratung legt sich vorab darauf fest, wie viel Neues sie zutage fördert. BrainE4 tut es und stellt das Honorar dahinter.
Warum werden die Annahmen anonym eingespeist?
Damit sie im Dialog denselben Weg gehen wie jedes andere Argument: bewertet von allen, ohne erkennbare Herkunft. So ist am Ende nachprüfbar, was tatsächlich neu war und was Sie ohnehin erwartet hatten, statt gefühlt neu.
Was kostet ein Dialog?
Umfang und Kostendach werden vor dem Start vereinbart. Beim Dialogmandat erhalten Sie vorab eine Offerte mit verbindlicher Kostenobergrenze. Der Umfang richtet sich nach der Zahl der Fragen, der Grösse des Stakeholderkreises und den Sprachen.
Welche Formen der Zusammenarbeit gibt es?
Vier: Strategie-Workshop, Pilotdialog, Dialogmandat und Rahmenmandat.
Der Pilotdialog ist ein klar begrenzter Durchgang zu einer Frage aus dem Workshop. Sie erleben das Ideenduell an einer echten Entscheidung. Das Dialogmandat ist die vollständige Durchführung. Das Rahmenmandat wiederholt Dialoge in festen Abständen und zeigt Ihnen Entwicklungen über die Zeit.
Was bringt ein Rahmenmandat?
Eine Vergleichsbasis für alle, die regelmässig entscheiden müssen. Weil Konzept, Aktivierung und Fragestruktur bereits stehen, kostet jeder Folgedialog weniger. Statt einer Momentaufnahme sehen Sie Veränderungen, während sie entstehen.
Fallen Lizenz- oder Nutzergebühren an?
Nein. Sie erwerben keine Lizenz und richten nichts ein. Kein IT-Projekt, keine Nutzerlizenzen.
Was ist im Mandat enthalten?
Fragenentwicklung, Einladungs- und Kommunikationskonzept, Aufsetzen des Dialograums in Ihrem Design, tägliche Moderation über drei Wochen, Prüfung jedes Beitrags, Auswertung und Segmentierung nach Ihren Kriterien, ein Ergebnisbericht pro Frage, ein One-Pager und die fertige Rückkommunikation.
Kann man das vorher sehen?
Ja. BrainE4 zeigt Ihnen einen abgeschlossenen Dialog mit echten Ergebnissen, inklusive Musterbericht eines Bürgerdialogs. Im zwanzigminütigen Erstgespräch wird Ihre konkrete Frage durchgegangen. Bringt ein Dialog Ihre Entscheidung nicht weiter, sagt BrainE4 das.
Was kostet das Erstgespräch?
Nichts. Zwanzig Minuten genügen, um zu klären, was Sie entscheiden müssen und ob ein Dialog Sie dorthin bringt.
Was unterscheidet das Ideenduell von einer Umfrage?
In einer Umfrage kreuzen die Teilnehmenden vorgegebene Antworten an. Im Ideenduell schreiben sie ihre eigenen, und alle anderen wägen sie im direkten Vergleich ab. So erfahren Sie auch, wonach niemand gefragt hätte. Umfragen zählen Stimmen, aber sie sehen die echten Ideen und Argumente nicht.
Entsteht ein Wunschkonzert?
Wünschen kann jeder. Oben steht nur, was sich gegen alles andere durchsetzt. «Mehr Budget» oder «klare Zuständigkeiten»? Wer wählen muss, zeigt, was wirklich zählt. Ein Wunsch, den nur wenige teilen, sinkt nach unten. Was oben steht, tragen viele mit.
Können organisierte Gruppen das Ergebnis kippen?
Nein. Lautstärke bringt hier nichts. Jeder Beitrag wird in vielen unabhängigen Vergleichen beurteilt, und die Zahl der Urteile pro Person ist begrenzt. Wer sich abspricht, gewinnt dadurch keinen Vorteil. Ist eine Gruppe über- oder untervertreten, gleicht die laufende Gewichtung das aus.
Wird die statistische Unsicherheit ausgewiesen?
Ja, für jede einzelne Erkenntnis. Jede Aussage erhält ein Glaubwürdigkeitsintervall.
Können Sie nach Bereichen auswerten?
Ja. BrainE4 vergleicht Abteilungen, Regionen oder Kriterien, die Sie selbst definieren. So sehen Sie, wo eine Position trägt und wo sie auseinanderfällt.
Welche Fragetypen gibt es?
Im Zentrum steht das Ideenduell. Auf Wunsch lassen sich geschlossene Fragen ergänzen, etwa Multiple Choice, Likert-Skalen oder der Net Promoter Score, zum Beispiel wenn eine bestehende Zeitreihe weitergeführt werden muss. Die Kennzahl zeigt, wo Sie stehen. Das Ideenduell zeigt das Warum dahinter und Themen, nach denen niemand gefragt hätte.
Ist das ein KI-Verfahren?
Nein. Jede Bewertung stammt von einem Menschen. KI hilft nur beim Strukturieren, entscheidet nie. Der Mensch steht hier im Zentrum mit seiner ganzen Urteilskraft.
Was passiert, wenn zu wenige teilnehmen?
Die Einladung ist die halbe Miete. BrainE4 schreibt sie versandfertig, zusammen mit Reminder und Rückmeldung, Sie verschicken sie. Eingeladen wird nicht zu einer Umfrage, sondern mit Worten, die benennen, worum es bei Ihrer Frage konkret geht. Die Teilnahme dauert zehn Minuten über die Laufzeit, anonym und zu jeder Tageszeit. Typisch beteiligen sich 70 bis 90 Prozent der Mitarbeitenden, 60 bis 80 Prozent des Kaders, 10 bis 20 Prozent der Kunden, 6 bis 10 Prozent der Mitglieder und 7 bis 24 Prozent der Bevölkerung.
Ist die Teilnahme anonym?
Ja. Die Teilnahme am Dialog ist offen, freiwillig und anonym. Jede Person reicht ihre eigenen Ideen und Argumente in eigenen Worten ein. Es gibt keine vorgegebenen Antworten und keine Zuordnung von Beiträgen zu Personen.
Sieht der Auftraggeber, wer was geschrieben hat?
Nein. Sie sehen Argumente, Rangfolgen und Segmentauswertungen, nie einzelne Personen. Sie verfolgen live mit, welche Themen dominieren, ohne jede Zuordnung zu Individuen.
Riskieren wir mit einem Dialog einen Shitstorm?
Ein Shitstorm lebt vom Applaus. Hier gibt es keinen. Ohne Namen, ohne Bühne: Wer widersprechen will, schreibt einen eigenen Beitrag, und der muss sich im Duell behaupten. Jeder Beitrag wird vorab geprüft.
Was passiert mit wütenden Beiträgen?
Beleidigungen bleiben draussen, Unbequemes bleibt im Rennen. Jeder Beitrag wird von BrainE4 geprüft. Ein wütender Beitrag muss sich wie jeder andere in vielen Vergleichen behaupten. Steht er trotzdem weit oben, sehen es viele so, und dann ist es besser, Sie wissen es.
Wie wird mit unangemessenen Beiträgen umgegangen?
BrainE4 prüft jeden neuen Beitrag, damit der Dialog sachlich und sicher bleibt. Grundlage sind die veröffentlichten Gemeinschaftsrichtlinien: Beleidigungen, Gewaltaufrufe, Spam, Werbung und politische Propaganda werden entfernt und im Sinne einer Good Corporate Governance im Bericht ausgewiesen. Kontroverse Beiträge müssen sich wie alle anderen im Duell behaupten.
Sind die Dialoge DSGVO-konform?
Ja. Dialoge werden DSG- und DSGVO-konform durchgeführt.
Sollen wir die Ergebnisse kommunizieren?
Das entscheiden Sie: was Sie kommunizieren und an wen. Während des Dialogs wird nichts öffentlich. Danach gewinnen Sie viel Vertrauen, wenn Sie zurückmelden, was herausgekommen ist und was Sie damit tun. Die Botschaft dahinter: «Wir haben euch zugehört, wir nehmen euch ernst.» BrainE4 stellt Ihnen dafür eine Kommunikation im Baukastensystem bereit, Sie wählen aus und geben frei.
Wir sind eine Verwaltung und unterstehen dem Öffentlichkeitsprinzip.
Veröffentlicht wird eine geprüfte Rangfolge, keine Kommentarspalte. Während des Dialogs bleibt alles intern. Die Ergebnisse haben Sie zuerst, und Sie erklären sie als Erste, zusammen mit Ihrer Antwort darauf.
Welche Angaben machen Teilnehmende über sich?
Für die Gewichtung ordnet BrainE4 jede Person anhand ihrer Angaben einer Gewichtungszelle zu, entlang soziodemografischer Dimensionen wie Geschlecht, Alter, Bildung und Region. Welche Dimensionen erhoben werden, ist je nach Fragestellung konfigurierbar und wird im Ergebnisbericht offengelegt.
Wo wird entwickelt?
100 % Swiss Made, in Zusammenarbeit mit OST und ZHAW.
Für welche Entscheidungen eignet sich BrainE4?
Für Entscheidungen, bei denen Sie vorher wissen wollen, wo Konsens trägt und wo Widerstand sitzt: Strategie, Leitbild, Post-Merger-Integration, Reorganisation, CEO-Onboarding. Bei Verbänden für Leistungsangebot, Mitgliederbindung und Kommunikation. Im öffentlichen Bereich für Standortentwicklung, Budgetprioritäten und Vorlagen vor der Abstimmung.
Wir wissen doch schon, dass Kritik kommt. Warum sollen wir sie abholen?
Sie wissen, dass es Kritik gibt. Sie wissen nicht, welche am meisten zählt und was daneben gut läuft. In 60+ Organisationen kannten die Auftraggeber im Schnitt acht der zehn stärksten Beiträge nicht.
Welche Dialoge gibt es?
Führungsdialog für Strategie und Ausrichtung, Kulturdialog für Kultur und Wandel, Kundendialog für Markt und Kunden, Mitgliederdialog für Verbände und ihre Mitglieder, Bürgerdialog für Bevölkerung und Politik. Dieselbe Methode, fünf Anwendungsfelder.
Was bringt der Führungsdialog?
Zwischen Ihnen und der Wahrheit liegen Hierarchiestufen. Jede filtert und glättet, bis nur die zahme Version oben ankommt. Im Führungsdialog denkt Ihre ganze Organisation mit, anonym und gleichberechtigt. In 21 Tagen sind blinde Flecken sichtbar, Prioritäten gereiht und Konsens belegt, bevor das Budget gebunden ist.
Was bringt der Kulturdialog?
Engagement-Werte sagen Ihnen, dass etwas nicht stimmt. Sie sagen fast nie, warum. Der Kulturdialog macht das Warum sichtbar, anonym und ohne Umweg über die Hierarchie. Niemand kann steuern, welche Argumente Gewicht bekommen. Sie erfahren den Grund, während Sie noch handeln können, statt im Austrittsgespräch.
Was bringt der Kundendialog?
Sie sehen, welche Argumente überzeugen und welche Vertrauen kosten, bevor der Markt sein Urteil spricht. Ihre Kunden wägen die Argumente blind gegeneinander ab: keine Suggestivfragen, keine lautstarke Minderheit. In 21 Tagen wissen Sie, warum gekauft, gezögert und abgewandert wird.
Was bringt der Mitgliederdialog?
Eine Mitgliederversammlung, an der alle teilnehmen. An der klassischen Versammlung spricht, wer sich traut, und es kommen die wenigsten. Im Mitgliederdialog sind alle dabei, anonym und gleichberechtigt. In 21 Tagen sehen Sie, was Ihren Mitgliedern am wichtigsten ist, welche Leistungen binden und wo Erwartungen und Angebot auseinandergehen.
Was bringt der Bürgerdialog?
Sie sehen, was Ihre Bevölkerung wirklich bewegt, bevor Sie entscheiden, nicht danach. Der Bürgerdialog sichert Legitimation über die wenigen Dutzend hinaus, die am Informationsabend erscheinen, macht Konflikte sichtbar, solange sie lösbar sind, und senkt das Referendumsrisiko. Der Entscheid bleibt bei Behörden und Stimmberechtigten. Drei Stunden Arbeit für Ihre Verwaltung, DSG- und DSGVO-konform.
Was unterscheidet BrainE4 von einer Mitarbeiterbefragung?
Eine Befragung liefert Ja-Nein-Antworten und verstreute Einzelstimmen: kein Gewicht, kein Konsens. BrainE4 liefert die stärksten Argumente und das Warum dahinter, im Wortlaut der Mitarbeitenden, und macht sichtbar, welche Erklärung die Belegschaft tatsächlich teilt.
Was unterscheidet BrainE4 von einer Beteiligungsplattform?
BrainE4 ist keine weitere Partizipationsplattform, sondern eine ergänzende Methode: Begründen statt Kommentieren, keine Likes und kein Lärm, sondern dynamische Konsensfindung. Geschützte Identitäten, damit organisierte Gruppen das Ergebnis nicht verzerren. Und ein entscheidungsreifes Ergebnis: belastbare Mehrheits- und Minderheitspositionen in den Worten der Betroffenen.
Was unterscheidet BrainE4 von einem Workshop?
Workshops bringen Tiefe, aber nur für die wenigen im Raum. Je grösser die Gruppe, desto stärker dominieren die lautesten Stimmen. Im anonymen Ideenduell zählt das Argument, nicht die Position der Person, die es geschrieben hat.
Was unterscheidet BrainE4 von Likes und Kommentaren?
Kommentare bleiben Einzelstimmen ohne Gewicht. Likes messen Beliebtheit und sagen nichts darüber, was zählt. Im Ideenduell wird jedes Argument von vielen Menschen im direkten Vergleich beurteilt und anschliessend gewichtet.
Wann eignet sich BrainE4 nicht?
Wenn ein Dialog Ihre Entscheidung nicht weiterbringt, sagt BrainE4 das im Erstgespräch, und zwar bevor eine Offerte auf dem Tisch liegt.
Wie leitet BrainE4 repräsentative Aussagen ab?
Die Teilnahme am Dialog von BrainE4 ist offen, freiwillig und anonym. Der Dialog ist nicht auf eine vorab quotierte Zufallsstichprobe festgelegt. Damit der Dialog die Zielbevölkerung repräsentativ abbildet, werden die Stimmen der Teilnehmenden nach dem sogenannten Raking-Verfahren gewichtet: Stimmen von Teilnehmenden in unterrepräsentierten Gruppen werden stärker berücksichtigt, Stimmen in überrepräsentierten Gruppen werden leicht abgeschwächt. Die Gewichtung wird während des laufenden Dialogs bei jedem Datenzuwachs neu angepasst, um die vorgegebenen Randverteilungen der Zielpopulation abzubilden. Unter der Annahme, dass sich Teilnehmende und Nicht-Teilnehmende mit gleichem soziodemografischem Profil in ihren Einschätzungen nicht wesentlich unterscheiden, erhält man repräsentative Aussagen für die Zielbevölkerung.
Nach welchen Dimensionen wird gewichtet?
Beim Bürgerdialog in der Schweiz ist die Zielpopulation die ständige Wohnbevölkerung. Wir beschreiben sie entlang soziodemografischer Dimensionen, im Standardmodell bis zu sieben, darunter Geschlecht, Alter, Bildung, Parteisympathie, Region und Einkommen. Kalibriert wird an die Randverteilung jeder einzelnen Dimension, nicht an deren vollständige Kombination. Die Zielwerte stammen aus amtlichen Quellen.
Welche Dimensionen zum Einsatz kommen, ist je nach Fragestellung, Zielgruppe und Auftraggeber konfigurierbar. Die verwendete Konfiguration wird im Ergebnisbericht jedes Dialogs offengelegt.
Wie wird während des laufenden Dialogs gewichtet?
Gewichtet werden Teilnehmende, nicht einzelne Beiträge. Jede Person wird anhand ihrer Angaben einer Gewichtungszelle zugeordnet. Die Gewichte aller Zellen werden bei jedem Datenzuwachs neu bestimmt. Die Anzahl gewerteter Ideenduelle pro Person ist begrenzt, damit einzelne Teilnehmende das Ergebnis nicht unverhältnismässig beeinflussen. Eine Über- oder Untervertretung einzelner Gruppen in den Rohdaten wird dadurch fortlaufend korrigiert, sodass sich eine demografische oder politische Schieflage nicht im Ergebnis festsetzt.
Welches Gewichtungsverfahren kommt zum Einsatz?
Die Anpassung erfolgt mittels Iterative Proportional Fitting (IPF, auch Raking genannt), einem seit den 1940er-Jahren etablierten Verfahren zur simultanen Kalibrierung von Stichprobendaten an mehrere bekannte Randverteilungen. Anschliessend begrenzen wir extreme Einzelgewichte durch Trimming. Da Trimming die exakte Übereinstimmung mit den Randverteilungen verändert, werden Kalibrierung und Trimming abwechselnd wiederholt, bis beide Bedingungen gemeinsam erfüllt sind.
Auf welchem statistischen Fundament beruht die Auswertung?
Die inhaltliche Auswertung der Ideenduelle erfolgt mit einem bayesianischen Verfahren der Bradley-Terry-Familie (Bradley & Terry, 1952). Für jede Aussage wird ein Glaubwürdigkeitsintervall ausgewiesen, das die statistische Unsicherheit unter den dokumentierten Annahmen offenlegt.
Woher stammen die wissenschaftlichen Grundlagen?
Die methodischen Grundlagen zu dialogbasierter Partizipation und zur Aggregation von Paarvergleichen wurden gemeinsam mit der ZHAW und der OST entwickelt. IPF-Raking und Gewichts-Trimming sind etablierte Standardverfahren der Umfrageforschung, die BrainE4 für die Anwendung im laufenden Dialog weiterentwickelt hat.
Was bedeutet das für Ihre Entscheidung?
Durch die laufende Gewichtung an bekannte Bevölkerungsanteile leiten wir repräsentative Aussagen ab, mit transparent ausgewiesener statistischer Unsicherheit für jede einzelne Erkenntnis.

