
Cornelia Trachsler, EXPERTsuisse AG«Ich wusste nicht, dass so etwas existiert.»

Frau Trachsler, wer ist EXPERTsuisse?
Sie haben in der Schweiz einen grossen Einfluss.
Wovon lebt Ihr Verband?
Welches Problem brachte Sie zu uns?
Ich bezeichne es lieber als Herausforderung: Letztes Jahr sind wir hundert Jahre alt geworden. In der heutigen Zeit hat sich der Informationsbedarf und das Bedürfnis, wie man Informationen konsumiert oder bezieht, enorm gewandelt. Und wenn Sie über all die Jahre Fachmagazine herausgeben, mit klassischen Checklisten und ein grosses, schweres Handbuch dazu, dann stellt sich die Frage: Machen wir das, weil wir es wollen, oder machen wir das so, wie es die Mitglieder wollen?
Kurz: Wir hatten zwar Hypothesen, aber keine Validierung, was unsere Mitglieder im Bereich Publikationen effektiv wollen.
Die Kernfrage war also?
Weshalb haben Sie sich für BrainE4 entschieden?
Was konkret?
Offene Fragen wie…

Sie hatten selbst Ihre Vorstellung, was die Leute wollen und haben dies in Form von «Hypothesen» in den Online-Dialog eingegeben. Wie haben diese Hypothesen abgeschnitten?
Hat es keine Überraschungen gegeben?
Wem würden Sie BrainE4 empfehlen?
Und sonst?
Grundsätzlich jedem, der ein Produkt oder eine Dienstleistung hat, die sich im Markt weiterentwickeln muss. Solche Standortbestimmungen sind extrem wertvoll.
Aber nochmals zurück: Primär würde ich es uns intern empfehlen. Denn die Frage, wie unsere Daseinsberechtigung als Verband in fünf oder zehn Jahren aussieht, können wir uns nicht einfach selbst beantworten. Diese Antwort müssen uns letztlich unsere Mitglieder geben.

