

Franz-Xaver Strüby, Strüby Consulting AG, externer Projektleiter, Gemeinde Schwyz«Beteiligung braucht Fokus — und den Mut, zuzuhören»

Herr Strüby, können Sie sich kurz vorstellen — welche Rolle hatten Sie im Projekt «Zentrumsentwicklung» der Gemeinde Schwyz?
Ich begleite die Gemeinde Schwyz als externer Projektleiter in der Kommission Entwicklungsachse Zeughausareal. Meine Tätigkeit für die Gemeinde in diesem Zusammenhang begann mit der Übernahme des Areals aus dem Bestand der armasuisse vor über zehn Jahren und konzentriert sich in unterschiedlicher Intensität vor allem auf strategische, betriebswirtschaftliche und organisatorische Themen.
Da mit dem Verwaltungsgebäude an der Bahnhofstrasse 15 durch den Wegzug der Verwaltung ein weiteres Areal im Zentrum von Schwyz frei wird, stellte sich für den Gemeinderat die Frage, wie mit diesem Areal im Besitz des Kantons umzugehen sei. Verschiedene Parteien und Interessengruppen haben hierzu einen Diskurs gestartet und versucht, das Thema politisch zu positionieren. Da die Bahnhofstrasse 15 im Dorfzentrum liegt, stellte sich für den Gemeinderat nicht nur eine isolierte Arealentwicklungsfrage, sondern eine Frage im Zusammenhang mit der Zentrumsentwicklung im Dorfkern von Schwyz. Ausgangspunkt waren somit mehrere Entwicklungsareale in der Gemeinde Schwyz.
Was war der Ausgangspunkt für den Einsatz von BrainE4?
Der Gemeinderat wollte nicht primär die Position einzelner Parteien oder Interessengruppen abfragen, sondern ein breites, möglichst unverzerrtes Bild aus der Bevölkerung gewinnen.
Im Zentrum stand die Zentrumsentwicklung: Was bewegt die Menschen? Welche Anliegen haben Priorität? Die erste Befragung lieferte die Grundlage für den Strategieworkshop des Gemeinderats; in einer zweiten Phase wurden die Ergebnisse anhand geschlossener Fragen validiert und geschärft.
Wie kam BrainE4 ins Spiel? Der Kanton Schwyz gilt ja als eher zurückhaltend gegenüber neuen Verfahren. War das ein Thema?
Sie haben nur vier Fragen vorgegeben. War diese Reduktion schwierig?
Sie hatten zu jeder Frage neun Hypothesen vorgegeben; die Bevölkerung gewichtete eigene Ideen mehrheitlich höher. Wie hat der Gemeinderat das aufgenommen?
Gab es die Befürchtung, dass organisierte Gruppen die Ergebnisse manipulieren könnten?
Über zehn Prozent der Bevölkerung haben mitgemacht. Was bedeutet das für Sie?
Im Gemeinderat stehen personelle Veränderungen an. Bleiben die Erkenntnisse aus dem Dialog trotzdem erhalten?



