BrainE4

Was wirklich los ist. In 21 Tagen auf dem Tisch.

Für Gemeinden und Städte: Mehr Menschen erreichen als die Gemeindeversammlung

Am Infoabend reden ein paar Dutzend. Abgestimmt wird von allen.

Stand: Oktober 2026

Kurz erklärt: Der Bürgerdialog von BrainE4 ist eine digitale, anonyme Mitwirkung für Gemeinden, Städte und Regionen in der Schweiz. Während 21 Tagen schreibt die Bevölkerung eigene Ideen und vergleicht die Beiträge der anderen paarweise, im sogenannten Ideenduell. Daraus entsteht eine gewichtete Rangfolge. Sie zeigt, was die Mehrheit mitträgt und wo Widerstand sitzt. Entwickelt wurde die Methode mit der OST und der ZHAW, eingesetzt in 60+ Organisationen.

Wie erreicht eine Gemeinde mehr Menschen als an der Gemeindeversammlung?

Mit einer digitalen Mitwirkung, bei der niemand vor Publikum aufstehen muss. Im Bürgerdialog von BrainE4 machen die Einwohnerinnen und Einwohner anonym am Smartphone mit, wann es ihnen passt. Zehn Minuten reichen, verteilt über die ganze Dialogzeit.

Aesch (ZH): An die Gemeindeversammlung kommen meist rund 100 Personen. Am Bürgerdialog nahmen 241 der 1'050 Stimmberechtigten teil, und über 60 % von ihnen waren nicht am Infoabend im Gemeindesaal. Interview mit André Guyer lesen

«Wir erreichten so auch Menschen, die wir auf dem traditionellen Versammlungsweg nicht erreicht hätten.» André Guyer, Gemeindepräsident

Wie hoch ist die Beteiligung bei einer digitalen Mitwirkung?

Im Bürgerdialog von BrainE4 beteiligen sich typischerweise 7 bis 24 Prozent der Bevölkerung. Und wer einmal dabei ist, bleibt oft lange.

Gemeinde Schwyz: Zur Zentrumsentwicklung beteiligten sich 11,2 % der Bevölkerung. 1'345 Personen brachten 1'772 Ideen ein und führten 170'572 Ideenduelle. Manche klickten sich zwei Stunden lang durch die Duelle. Interview mit Peppino Beffa lesen

«Mit BrainE4 haben wir sensationelle 11,2 % der Bevölkerung erreicht.» Peppino Beffa, Gemeindepräsident

Wie erfährt der Gemeinderat vor der Abstimmung, ob eine Vorlage Rückhalt hat?

Nach 21 Tagen zeigt die Rangfolge, welche Anliegen breit getragen werden, was umstritten ist und welche Einwände sich durchsetzen. So sehen Sie, wo Sie noch überzeugen müssen. Und zwar bevor sich Fronten bilden und jemand das Referendum ergreift.

Gemeinde Schwyz: Der Bericht enthält eine Entscheidungsmatrix aus Priorität und Konsens. Eigene Vorschläge des Gemeinderats landeten teils weit hinten. Mit dem «messbaren Volkswillen» tritt die Gemeinde nun anders gegenüber dem Kanton auf. Beispielbericht ansehen

«Man sieht sofort, welche Projekte im grünen Bereich sind und ohne Widerstand an der Urne durchkommen sollten …» Peppino Beffa, Gemeindepräsident

Wie führt man eine Mitwirkung zu einem emotionalen Thema wie Abfall, Schulraum oder Tiefenlager?

Anonym und moderiert. BrainE4 prüft jeden Beitrag, bevor er erscheint, und niemand sieht Namen. Wer widerspricht, schreibt einen eigenen Beitrag, der sich im direkten Vergleich behaupten muss. Lauter werden hilft nicht. Wir erleben eher das Gegenteil: Die Diskussion wird sachlicher.

Besenbüren (AG): 667 Einwohnerinnen und Einwohner, Streitpunkt Abhol- oder Bringsystem beim Abfall. 101 Personen brachten 276 Ideen und Argumente ein und führten 19'817 Ideenduelle. Für den Gemeinderat war es bereits der zweite Dialog nach dem Schulraum. Interview mit Peter Ammann lesen

«Man kann Kontroversen mit BrainE4 entschärfen.» Peter Ammann, Gemeinderat

Regionalkonferenz Nördlich Lägern: 48 Gemeinden, Thema geologisches Tiefenlager. Alle Referenzen ansehen

«Wir konnten erstmals Tausende Einwohner der Region Nördlich Lägern mit 48 Gemeinden breit, anonym und interaktiv einbinden.» Dr. Christopher Müller, Co-Präsident

Können Interessengruppen eine digitale Mitwirkung kapern?

Beim Bürgerdialog von BrainE4 nicht. Die Zahl der Urteile pro Person ist begrenzt, und eine laufende Gewichtung gleicht über- oder untervertretene Gruppen aus. Wer sich abspricht, gewinnt nichts.

Gemeinde Schwyz: Als das Verwaltungsgebäude an der Bahnhofstrasse 15 frei wurde, begannen Parteien und Interessengruppen, das Thema politisch zu besetzen. Der Gemeinderat wollte stattdessen ein breites Bild der Bevölkerung. Interview mit Franz-Xaver Strüby lesen

«Entscheidend ist, dass viele Menschen teilnehmen und die Beiträge gegenseitig bewerten. So werden einzelne Interessen relativiert und die tatsächlichen Bedürfnisse sichtbarer.» Franz-Xaver Strüby, externer Projektleiter

Ist eine freiwillige Online-Mitwirkung repräsentativ?

Ja, dank Gewichtung. BrainE4 gewichtet die Stimmen nach bis zu sieben Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Bildung, Region und Parteinähe, abgeglichen mit amtlichen Zahlen. Für jede Aussage steht die statistische Unsicherheit im Bericht.

Mehr zur Gewichtung in den FAQ

Was unterscheidet den Bürgerdialog von Umfrage, Mitwirkungsplattform und Gemeindeversammlung?

Der Bürgerdialog verbindet eigene Ideen der Bevölkerung mit einer gewichteten Rangfolge. Die anderen Formate liefern meist nur eines von beidem.

  • Gemeindeversammlung und Infoabend: Es sprechen die Anwesenden. Das Ergebnis ist die Stimmung im Saal.

  • Umfrage: Viele machen mit, aber nur mit vorgegebenen Antworten. Das Ergebnis sind Prozentwerte.

  • Plattform mit Kommentaren und Likes: Eigene Ideen sind möglich. Likes messen aber Beliebtheit, und die Aktivsten prägen das Bild.

  • Bürgerdialog von BrainE4: Die breite Bevölkerung schreibt anonym eigene Ideen und vergleicht sie paarweise. Das Ergebnis ist eine gewichtete Rangfolge mit Konsens und Dissens.

So funktioniert das Ideenduell

Wie lange dauert ein Bürgerdialog, und wie viel Aufwand hat die Verwaltung?

Drei Stunden im Strategie-Workshop und eine Freigabe der Kommunikation. Innert 48 Stunden nach dem Workshop steht der Dialograum mit dem Gemeindewappen. Der Dialog läuft 21 Tage. Die Einladung schreiben wir, Sie verschicken sie. Den Rest übernehmen wir, vom Moderieren bis zum Bericht. DSG- und DSGVO-konform.

Was bleibt, wenn der Gemeinderat wechselt?

Ein dokumentiertes Ergebnis, das nicht an Personen hängt. Jede Idee ist im Schlussbericht mit ihrem Rang nachvollziehbar. Wer neu in den Gemeinderat kommt, startet nicht bei null.

«Die Ergebnisse hängen nicht an einzelnen Personen, sondern an der Beteiligung der Bevölkerung.» Franz-Xaver Strüby, externer Projektleiter Schwyz

Wir unterstehen dem Öffentlichkeitsprinzip. Ist das ein Problem?

Nein. Veröffentlicht wird eine geprüfte Rangfolge, keine Kommentarspalte. Während des Dialogs bleibt alles intern, und der Gemeinderat erklärt die Ergebnisse als Erster. Besenbüren stellte den Bericht kurz nach Abschluss online.

Weckt ein Bürgerdialog nicht Erwartungen, die man nicht erfüllen kann?

Erwartungen gibt es ohnehin. Der Dialog zeigt, welche viele teilen und welche nur wenige. Die Rückmeldung an die Bevölkerung schreiben wir versandfertig, Sie geben sie frei. Der Entscheid bleibt bei Behörden und Stimmberechtigten.

«Wer überzeugt war, dass ein Hallenbad realisiert werden müsse, und sieht, dass diese Idee auf Platz 145 steht, kann besser einordnen, warum andere Anliegen höher gewichtet wurden.» Franz-Xaver Strüby, externer Projektleiter Schwyz

Was passiert, wenn der Dialog nichts Neues zeigt?

Dann stellt BrainE4 für den Dialog keine Rechnung. Im Strategie-Workshop nennen Sie pro Frage sechs Annahmen. Wir mischen sie verdeckt unter die Beiträge. Sind am Ende im Schnitt weniger als fünf der zehn stärksten Beiträge neu für Sie, kostet der Dialog nichts. Der Strategie-Workshop ist davon ausgenommen. In 60+ Organisationen kannten die Auftraggeber im Schnitt acht der zehn wichtigsten Beiträge nicht.

Zur Erkenntnisgarantie

Typische Themen:

Abstimmungsvorlagen · Ortsplanung · Zentrumsentwicklung · Schulraum · Abfallreglement · Budgetprioritäten · Legislaturziele

Mehr sehen

Video: Der Bürgerdialog in Kürze. Video ansehen

Bürgerdialog: Von Grossvorhaben bis Abstimmung. Mehr erfahren

FAQ: Alle Fragen zu Methode, Datenschutz und Kosten. Alle Fragen und Antworten

Wer früh mitreden kann,
ergreift seltener das Referendum.

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